Hass oder Liebe?

Einen Augenblick lang dachte ich noch dass Er mich liebt. Ich dachte dass Er mein Leben ist. Ich dachte er will mich für immer.
An einem ruhigen Tag im September lernte ich ihn kennen. Er war nett und freundlich zu mir, denn ich saß auf der Bank und habe geweint. Ich habe geweint, weil Liebe mir das Herz zerbrach.
Er setzte sich neben mich, nahm meine Hand und frage was los sein, warum ich so weine.
Ich meinte dass mein Verlobter mit einer Stadthure fremdging. Er sei einfach nach einer Diskussion davon gegangen. Ich folgte ihm und sah wie er zum Lusthaus ging.
Louis war immer treu gewesen. Nur da nicht.
Der fremde, der meine Hand hielt, versprach mir dass ich diese Schmerzen der Liebe nie wieder in meinem Herzen spüren muss. Ich musste nur machen was er verlange. Ich war zu jung und zu naiv.
Ich schaue ihm ins Gesicht und meinte dass ich alles mache, um diesem Schmerz zu entfliehen.
Seine Augen sprachen Bände. Ich ahnte dass ich leiden müsse, aber so stark…
Ein Tag später trafen wir uns als die Sonne hoch am Himmelstand. 12Uhr mittags, vielleicht auch halb 1. Ohne ein Wort zu wechseln nahm er meine Hand und führte mich zu einem Haus. Von außen unscheinbar, aber im inneren des Hauses eine wahre Kammer der Folter.
Er band mich an einem Tisch fest. Das Seil war stramm und tat weh. Er meinte ich sei nun sei und dass er mich liebte. Ich glaubte ihm alles.
Ich saß 3Tage und 3 Nächte an diesem Tisch. Bekam kein Essen, nur eine Buddel mit Rum.
Ich hatte Angst, gab aber die Hoffnung nie auf, einmal frei von Leid und Schmerz zu sein. Er hatte es mir immerhin versprochen dass er machen wird, dass ich die Qualen der Liebe nicht mehr spüren müsse. Ich will keine Schmerzen mehr haben. Dann bin ich endlich frei.
,,Anna-Bella! Steh auf!’’ Eine Stimme durchdrang den Raum. Grausam hallte es als seine schweren Schritte auf mich zukamen.
,,Habe ich nicht gesagt STEH AUF?! Los! WIRD’S BALD?!’’
Mir schmerzen in meinem Gliedern versuchte ich mich aufzurichten.
Er war streng zu mir, und unfreundlich. Aber in den 3 Tagen habe ich den Alkohol lieben gelernt und ihn auch. Er nahm mir das Seil ab und drückte mich wieder hinunter, so das ich vor ihm kniete. Dann kamen 2 weitere Männer und zogen mich aus. Er öffnete seine Hose und drückte meinen Kopf gegen sein steifes Glied. Ich konnte einfach nur kotzen. Er drückte ihn mir so tief in meinen Rachen, wie es nur ging. Ekelhaft. Dann zog er mich hoch und legte mich sanft und behutsam auf den Tisch.
,,Es tut mir leid’’ flüsterte er in mein Ohr und rammte mir seinen harten Penis in mich. Ich wollte schreien. Es tat so weh, doch ich wusste ich ob ich es tun durfte.
Er nahm mich in seinen Arm und liebkoste mich zum ersten Mal.
,,Leraont’’ sprach er leiß’ in mein Ohr.
,,Heißt du so, Leraont?’’
,,Ja. So heiße ich’’
Sein Haut ist kalt, seine Stimme betörend und sein Geruch wohlriechend.
Aber woher kennt er meinen Namen. Ich habe ihn nicht einmal erwähnt.
Die Tage vergingen und ich musste immer dasselbe machen. Doch wurde es von Tag zu Tag immer schöner, auch wenn es immer härter wurde. Aber die Liebe zu ihm übermannte die Qual.
Nach einiger Zeit bemerkte ich aber, dass ich nicht nut für ihn da sein sollte. Er brachte immer mehr Männer mit, wenn er ES von mir verlangte. Ich tat was er wollte.
Am Sonntag nach dem letzten Mal, nahm er mich mit und zog mir ein wunderbares, schwarzes Kleid an.
Er nahm mich mit zu einem Ball. Dort waren nur Edelmänner und Edelfrauen. Ich fühlte mich als gehöre ich dort nicht hin.
Als der große Tanz anfing, nahm Leraont mich bei der Hand und führte mich durch den Saal nach ganz vorne.
Er sprach zu den Gästen dass der Höhepunkt der letzten Wochen nun endlich gekommen sei. Sie grölten und jubelten als er mein Halsband abnahm und meinen Kopf zur Seite legte.
In Liebe zu ihm wehrte ich mich kein Stück. Ich wollte mich nicht wehren. Ich dachte dass er macht, dass meine Schmerzen weg gehen.
Seine Lippen strichen meinen Hals. Er öffnete seinen Mund einen spalt und biss mich. Der Schmerz durch diesen Biss war unbeschreiblich… schön. Es fühlte sich an als sei alles was geschah nun endlich Vergangenheit. Als sei ich nun gegen jeden Schmerz immun. Was danach mit mir passierte, weiß ich nicht. Aber als neugeborenes Wesen hatte ich so meine Schwierigkeiten.
Der Hunger. Die Abneigung gegen Sonnenlicht. Oh die Sonne, wie sehr ich ihren Schein misse.
Aber wie es sei, es sei so. Leraont hat mich hinters Licht geführt. Der Schmerz der Liebe und des Hasses ist noch intensiver als je zuvor. Ich dachte er liebt mich, doch er brauchte nur ein neues Opfer.
Jetzt ist alles 500Jahre her, dass ich mich endlich rechen konnte. Er nahm mir ein menschliches Leben, und ich nahm ihn ein Unsterbliches…

 

FIN 

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